physiognomik - Gesicht Lesen

es steht dir im gesicht geschrieben

 

Die traditionellen Wurzeln der Physiognomik gehen zurück bis in die Antike. Der Begriff entstammt dem Griechischen und setzt sich aus den Worten Physis (Körper) und Gnoma (Kennzeichen) zusammen. Die Physiognomik ist demnach die Methodik, aus der körperlichen Erscheinung eines Menschen zu lesen. Insbesondere aber aus dessen Gesicht.

Aufschlussreich wie  hilfreich sind dabei ebenso die  Erkenntnisse der Physiognomie. Diese Lehre beruht auf der Ansicht, dass der Körperbau und die Gesichtszüge Rückschlüsse auf das Wesen und den Charakter eines Menschen zulassen. Herausragender Vertreter dieser Teildisziplin war der in Heinde bei Hildesheim geborene Carl Huter (1861-1912). Er machte sich durch seine Veröffentlichungen zum umstrittensten Vertreter der Physiognomik und Antlitzdiagnostik. Seine Schriften zeigen Verbindungen zwischen den Falten eines Menschen und dessen Lebenswandel und Erkrankungen auf. Der ohne Vater aufgewachsene Junge beendete eine Lehre als Porzellan- und Portraitmaler. Danach folgten Studien der Kunstgeschichte, Philosophie und Naturwissenschaften.


Das Zusammenführen der Physiognomie und der Mimik zu einer umfassenden Lehre brachte ihm viel Beachtung und Aufmerksamkeit weit über die Grenzen des deutschsprachigen Raumes ein. Jedoch ebenso starke Ablehnung von Seiten der bereits etablierten Wissenschaften und seiner Vertreter. Aufgrund seines nicht akademischen Werdegangs wurde ihm die Lehrtätigkeit an Hochschulen verwehrt. Zahllose Vorträge und private Lehrgänge hatten seine Erkenntnisse auch in interessierten akademischen Kreisen dabei längst verbreitet. Bis zu seinem Tod veröffentlichte er etwa 30 umfangreiche Bücher, darunter sein in fünf Bänden zusammengefasstes Hauptwerk „Menschenkenntnis, Körperformen und Gesichtsausdruckskunde“ (1904-1906).

Während die Gesichtszüge über die Persönlichkeit Auskunft geben, verraten Mimik und Gestik etwas über die Gefühlswelt des Menschen. So gesehen ist die Physiognomik die passende Technik zur Erkennung der allgemeinen Persönlichkeitsstruktur eines Menschen. Seine Vorlieben, Talente, seine Lebensaufgaben. Die Mimik verrät akute Vorgänge in einem Menschen. Was fühlt er jetzt.

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